Alle Artikel mit dem Schlagwort: Scratching

Verrückte Zyklen

Seit der Fehlgeburt sind meine schönen regelmäßigen (ca.) 28 Tage-Zyklen weg… futsch… irgendwo, nur nicht hier. Der erste dauerte genau 35 Tage. Fand ich jetzt zwar doof, aber auch nicht ungewöhnlich. Der zweite dauerte 21 Tage. Überraschend, aber in Summe lag ich im Durchschnitt wenigstens bei 28 Tagen. Der dritte Zyklus dauerte gerade mal 19 Tage mit einem Eisprung an Tag 7, was eigentlich fast unmöglich ist. Nun stecke ich mitten im vierten Zyklus, der sage-und-schreibe schon 36 Tage dauert. Ohne jegliche Anzeichen, dass die Pest bald eintrudeln möchte. Nix, alles blütenweiß! Daher war ich heute auch in der KiWu. Laut Ultraschall sieht alles gut aus. Die Schleimhaut ist 10 mm dick und ich habe zwar am linken Eierstock etwas (2 x 20mm), aber das ist zu klein, um von Zysten zu sprechen. Der Doc sagt, es sind Eibläschen, die übrig sind und bald wohl einfach verschwinden, ich nenne es Minizysten. Alles aber ganz ungefährlich und auch kein Grund für diesen Mörderzyklus. Dafür sind einfach und ganz allein meine Hormone Schuld. Und Montag erfahre ich …

ICSI 6 – dieses Mal ist alles anders!?

„Ihre Killerzellen sind erhöht, Da können wir aber mit Cortison gegensteuern. Ansonsten ist bis auf Vitamin D- und Eisenmangel alles wunderbar!“ „Bitte lassen Sie an ZT 5 Ihre Schilddrüsenwerte kontrollieren, Sie sollten unter 2,0 liegen.“ „Ein Scratching im Vorzyklus und eine Granozytenspülung können die Chancen einer Einnistung ein bisschen erhöhen.“ Alleine der erste Satz hatte schon gereicht und ich hatte die Entscheidung gefällt, noch einen letzten Versuch mit eigenen Eizellen zu wagen! Mein Lieblingsmensch war sowieso schon lange dafür, denn schließlich übernimmt die Krankenkasse 75 % der Kosten, aber ich wollte einfach nicht mehr. Zumindest nicht, wenn bei mir alles in Ordnung ist, denn warum sollte es bei Versuch 6 auf einmal klappen, wenn sich die 5 Versuche davor nicht mal ansatzweise etwas eingenistet hatte? (Ok, das ist nur eine Vermutung, denn einmal musste der Versuch abgebrochen werden und zweimal wollte ich keinen Bluttest machen.) Und auf einmal sagte Frau Dr. das, was ich schon die ganze Zeit gehofft hatte: „Killerzellen… Cortison… wunderbar…“. Ich weiß, dass die Chance nach wie vor seeehr gering ist, immerhin …

Zusammenfassung der immunologischen Untersuchung

Entschuldigt, dass ich schon wieder etwas poste, aber die Dinge überschlagen sich gerade irgendwie alle im Moment und komme von der Grinsewelle überhaupt nicht mehr runter. Und ehrlich gesagt hab ich nur noch das im Kopf, was für die KiWu entscheidend ist. Alles andere, was sie angesprochen hat, was evtl. nicht zu 100% in Ordnung, aber trotzdem noch völlig bedenkenlos ist, hab ich zwar gehört, aber es ist schon wieder weg. Auf jeden Fall werden wir eine allerletzte ICSI mit eigenen Eizellen wagen 🙂 Zu dem Zeitplan aus dem vorigen Post kommt nun also Folgendes hinzu: Sobald ich 1-2 Tage stimuliert habe, soll ich meine Schilddrüsenwerte nochmal überprüfen lassen. Eigentlich liegt der Wert immer so zwischen 1,2 und 1,6, aber im Februar lag er einmal bei 2,5 und da der Tyroxinbedarf in der Schwangerschaft eh erhöht ist, soll ich den Wert noch einmal anschauen lassen. Falls er über 2 liegt, soll ich 50 µg pro Tag nehmen. Liegt er drunter muss ich nix nehmen, ihn aber im Auge behalten. Am Tag der PU soll ich …

Alles oder Nichts. ICSI 6 oder/und Eizellspende. Schwanger im Juni oder im Oktober. Fragen über Fragen und ein perfekter Plan!

Noch vier Stunden, dann hab ich das Gespräch mit der Praxis für Immunologie. Drückt bitte alle die Daumen, dass sie sagt, Cortison (oder was auch immer) reicht aus, um meinen Killerzellen den Stinkefinger zu zeigen. Denn wenn ja, geht es auf zu ICSI 6!! Es ist zwar nur ein kleiner Strohhalm und so viel Hoffnung habe ich auch gar nicht (manchmal nervt mein Kopf mit seinem Realismus meinen Bauch und mein Herz mit ihrem Optimismus), aber ich möchte nachher nicht sagen, ich hätte es nicht versucht. Und unser Urlaub im September nach Spanien ist ja auch schon in trockenen Tüchern für die Eizellspende. Ich werde dieses Mal auch meine Gebärmutter scratchen lassen im Vorfeld, was die Durchblutung der Schleimhaut fördern soll. Lassen wir uns überraschen. Blastos wären toll, aber auch das entscheide ich spontan bzw. werde brav auf die Ärzte hören. Bevor ich die Zeit bis zum Gespräch nutze, um den Behandlungsplan von der Krankenkasse meines Lieblingsmenschen genehmigen zu lassen, zur Bank zu düsen, um ein paar Dollar zu holen, in die Bücherhandlung zu fahren, …