Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fehlgeburt

Ein ganzes Jahr schon…

Ein Jahr ist es nun her, dass ich nach dem Negativ unserer 6. ICSI in meiner PM-Schulung saß und mich spontan dazu entschloss, einen Blog anzufangen. Ich habe angefangen, den Blog einzurichten, das Dashboard einzurichten und den ersten Post vorzubereiten. Ein Jahr, in dem unsere Achterbahnfahrt eine ganz schön weite Strecke hinter sich gebracht hat, über Berge voller Glücksgefühle und Täler voller Gleichgültigkeit. Ein Jahr, in dem ich Euch kennenlernen durfte und soviel Herzlichkeit und Zuspruch erleben durfte, wie es mir gar nicht hätte vorstellen können. Ein Jahr mit über 130 Posts und fast 80.000 (!) Aufrufen. Mit einigen Telefonaten, vielen Mails, lieben Treffen und vielen vielen herzerfrischenden Whatsapp-Nachrichten. Vor einem Jahr dachte ich, es ging mir gut. Den Zusammenbruch nach 1,5 Jahren Mobbing durch meinen Exchef, fünf negative ICSIs, 8 Monate Gerichtsverhandlungen, all das hatte ich erfolgreich verdrängt. Ein Jahr Arbeitslosigkeit und Therapie (,die ich schon 6 Monate vorher begonnen habe) und eine weitere ICSI, die nach 10 SSW in einer Fehlgeburt endete. Ein Jahr, in dem ich sehr an mir gearbeitet habe und …

Das mit den Hormonen ist so eine Sache…

Nach der Fehlburt im August hatten mein Lieblingsmensch und ich den Plan, die niedrigen Killerzellen auszunutzen und die kommenden Zyklen ein wenig „Lotto“ zu spielen. natürlich hat sich an der Spermienqualität nicht wahnsinnig etwas verändert, aber das ist auch egal. Zu Beginn unserer KiWu-Karriere sagten uns die Ärzte, wir hätten eine 1%ige Chance, auf natürlichem Wege schwanger zu werden. 1%, das ist doch immer etwas. Ich meine, wie hoch war schon die Chance, dass die eine Eizeille, die beim letzten Mal punktiert werden konnte, reif war, sich befruchten lies UND sich dann auch noch einnistete? Minimal… und sie hat es doch getan! Also war unser Plan, die kommenden Zyklen fleißig am Tag des ES zu herzeln… doch leider kommt es doch irgendwie immer anders (kennen wir ja schon). Aber der Reihe nach: Zyklus 1: Da die 25er Ovus bei mir nichts angezeigt haben (meine Werte sind einfach nicht so hoch) hatten wir uns überlegt, dass wir den Rat der Gyn befolgen und die Tage 11 und 13 nutzen. Ich weiß gar nicht, was genau war, …

Traurig :(

Seit zwei Tagen weine ich viel und habe das Gefühl, dass meine Stärke, die ich gerade erst nach meinem 2-monatigen Durchhänger nach der Fehlgeburt wieder gefunden hatte, irgendwo ist, nur nicht bei mir. Zum ersten Mal habe ich Gedanken in Bezug auf den Stöpsel und die Jobsituation, die ich so vorher nicht kannte: – Ich höre von Leuten, die schwanger sind und genauso weit sind wie ich es nun wäre und es macht mich traurig, dass unser Stöpsel nicht bleiben wollte bzw. konnte. – Oder ich höre, wie es sich anfühlt, mit einem Stöpsel schwanger zu sein, in der SSW wie ich es nun fast wäre und mein Hals fängt an zu brennen. – Ich höre von Leuten, die eine einzige Bewerbung schreiben und ihren Traumjob finden (ein Job, auf den ich mich bewerben wollte, es aber nicht konnte, da ich erstmal aus meinem Loch rauskrabbeln musste). Was das Projekt „Stöpsel“ angeht, habe ich gar keine Panik. Zwar einen Kloß im Hals, Brennen in Brust und Hals und Tränen in den Augen, aber ich bin …

Mein Freund, der Kuschelpulli… Oder… Ich habe den Sommer verpasst!

„Wie geht’s dir?“ Das werde ich in letzter Zeit öfter mal gefragt! Manche fragen mich das, weil ich nicht mehr so viel Freude ausstrahle wie sonst. Einige, da ich öfter nachdenklich wirke. Viele, da ich mich seit der Fehlgeburt (vielleicht auch schon vorher) ein bisschen mehr auf das reale Leben konzentriere und einfach das Gefühl habe, nichts wirklich berichten zu haben und wenige, die einfach nur smalltalken wollen. Also wie geht’s mir? Meist antworte ich mit: „Alles gut!“ Aber ist es das wirklich? Geweint habe ich noch immer nicht, aber das muss vielleicht auch gar nicht. Meine Therapeutin sagt, dass ich, Meisterin der Gefühlsunterdrückung, es eben anders verarbeitet. Und da kommen wir zum eigentlichen Wohlbefinden: Ich fühle mich angeschlagen und antriebslos, leicht angepummelt und unternehme dennoch viel. Aber der Reihe nach: Ich stelle mir morgens meist zwischen 7 und 8 Uhr den Wecker. Klar, könnte ich hemmungslos ausschlafen, aber ich finde, der Tag ist zu schön und zu viel auf meiner To-Do-Liste, um ihn zu verschlafen (theoretisch). Wenn ich mir gleich morgens einen Termin gelegt …