Plan A - Ohne ICSI geht es nicht, Plan B - Eizellspende
Schreibe einen Kommentar

Bevor es losgeht, erstmal ein kleiner Rückblick

Vor ICSI 5 habe ich schon fleißig gegooglet, mich über Eizellspende informiert, in diversen Foren alle Infos aufgesogen und erste Kontakte in Social Networks geknüpft. Für mich stand fest, dass wenn die nächste ICSI wieder negativ ausgehen sollte, ist hier für uns der Plan A zu Ende. Gleichzeitig habe ich angefangen, als Pippilottta zu bloggen. Ich wollte eine Art Tagebuch führen, so dass unsere Kinder später unseren Weg nachvollziehen können. Warum wir uns für welches Land entschieden haben, warum für eine bestimmte Klinik. Warum für eine anonyme Spende statt einer offenen und und und. Ich kann mir vorstellen, dass es eine echte Herausforderung ist, offen mit dem Thema umzugehen und dem Nachwuchs nichts verheimlichen zu wollen. Ich habe sogar 5 Freundinnen, die mir ihre Eierchen spenden wollten, wogegen wir uns letztendlich dann aber doch entschieden hatten.
 

Nach ICSI 5 habe ich diverse Kliniken angeschrieben und nach etlichen Mails, Telefonaten und Gesprächen haben wir uns für eine Klinik in Murcia entschieden. Wir haben den Flug und das Hotel gebucht und hatten den Plan, aus dem Sommerurlaub zwei kleine blinde Passagiere mitzubringen.

 

Doch wenn man eins während eines KiWu-Weges lernt, dass das, dass nichts, aber auch gar nicht 100%ig nach Plan verläuft.

 

Da es während der ganzen 5 ICSIs nicht ein einziges Mal zu einer Einnistung (nicht einmal den leistesten Versuch davon) gegeben hat, habe ich den Tip von einer meiner KiWu-Mädels bekommen, mich immunologisch untersuchen zu lassen. Zeit war noch genug da und die Krankenkasse zahlte es, daher: Warum nicht?“ Ich hatte ja nichts zu verlieren.

 

Als das Ergebnis kam, wussten wir, dass wir noch einen letzten eigene Versuch wagen würden, denn neben dem schlechten Spermiogramm meines Lieblingsmenschen wurde nun eeendlich auch bei mir ein Grund gefunden: Mein Immunsystem ist zu stark (die Killerzellen zu hoch) und bekämpft jeden Eindringling, sprich die Himbeerchen, sehr gewissenhaft. Die Lösung hieß Granocyte und Cortison 🙂 Gesagt getan, es gab doch noch einen Versuch und ich wurde schwanger! Das allererste Mal! Das Glück war nur von kurzer Dauer, denn in der 10. SSW musste ich ausgeschabt werden. Ich habe danach den kompletten Sommer auf der Couch verbracht (bis auf unseren Urlaub – wir sind mit dem Auto durch Europa getourt) und den Spanienurlaub haben wir abgesagt. Es hatte einmal geklappt, daher konnte ich noch nicht aufgeben. Wie auch? Ich brauchte dennoch Zeit: 6 Monate bis wir den 7. Versuch gewagt haben. Ich wollte körperlich und mental wieder komplett bereit sein und das war ich!

 

In dem halben Jahr habe ich wieder viel gegoogelt und viele viele Mädels kennengelernt, die bereits eine EZS erfolgreich durchgeführt haben. Während unserer Europareise waren wir auch in Prag, denn wir wollten uns die Leute dort anschauen. Bei uns ist es so, dass mein Herz zwar für Spanien schlägt, ich ab da aber den Gedanken Tschechien zugelassen habe. Wir hatten vier Kliniken, die uns interessierten und die wir uns jetzt erstmal gemerkt haben.

 

ICSI 7 startete super, aber es gab wieder keinerlei Einnistung. Ein harter Schlag! Hart, aber zum glück nur sehr kurz! Denn mit dem Negativ konnte ich endlich abschließen und „neu“ anfangen.

Ich freue mich über Kommentare, Gedanken und Anregungen :)