Plan A - Ohne ICSI geht es nicht
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ICSI Nummer 7 – ein kurzer Rückblick

Wenn ich diesen Post veröffentliche, haben wir entweder mal wieder ein Negativ erhalten 🙁 –> dann seht Ihr ihn schon im Februar oder ich bin im zweiten Trimester schwanger 🙂

Aber erstmal zurück auf Anfang: Diese ICSI haben mein Lieblingsmensch und ich gaaanz alleine durchgezogen. Wer mich kennt, weiß, wie schwer mir das gefallen ist, aber nachdem sich beim letzten Mal irgendjemand verquatscht hat und nun Leute von unserem Weg Bescheid wissen, die es nicht hätten wissen sollen, haben wir uns dazu entschieden, niemandem aus unserem Freundes- und Familienkreis davon zu erzählen. Vor allem tat es weh, auf meine Schwangerschaft angesprochen zu werden, nachdem eigentlich schon klar war, dass ich um eine Ausschabung nicht rumkommen würde. Dieses Mal würde alles anders werden!

Ich hatte mir eigentlich vorgenommen, jedes Mal, wenn ich in der Kiwu war, diesen Post ein wenig zu füllen, aber selbst dazu bin ich nicht gekommen. Wie genau ich diese ICSI zeitlich hinbekommen habe, weiß ich selbst ncht, vor allem, da auf der Arbeit davoin niemand etwas mitbekommen sollte (zwischen Arbeit und Kiwu liegen ca. eine Stunde Autobahn) und ich auch viele Überstunden in der Zeit gemacht habe. Nachdem meine Zyklen irgendwie von alleine den Dreh nicht mehr bekommen haben nach der Fehlgeburt und wir dadurch unseren geplanten ICSI-Start zweimal verschieben mussten, habe ich kurzer Hnd entschieden, einen Pillenzyklus einzuschieben, um die langersehnte 7. ICSI ein bisschen steuern zu können. Gleichzeitig habe ich mir meinen eigenen Behandlungsplan in Excel erstellt, denn ich war mir sicher, ansonsten irgendetwas aus dem Behandlungsplan der immunologischen Praxis zu vergessen…

Zyklustag 1, es geht tatsächlich looos

Nun war er also da, der erste Zyklustag! In Gedanken bin ich nochmal den Zeitplan durchgegangen. Die Punktion würde an einem Samstag sein, die Granocytespülung am Sonntag und der Transfer am Montag. Hieße also einen freien Vormittag auf der Arbeit und da würde ich einen Zahnarzttermin vorschieben 🙂 Wie gesagt, habe ich wirklich viel und lange gearbeitet, daher sah mein Tag, an dem ich morgens in die Klinik musste, so aus:
04:50 Uhr: Der Wecker gibt sich alle Mühe, mich zu wecken.
05:00 Uhr: Wecker Nummer zwei eilt zur Unterstützung.
06:00 Uhr: Ab in die Küche, die Spritzen warten
06:10 Uhr: Losfahren Richtung KiWu
07:00 Uhr: Auto parken und ab in die KiWu
08:00 Uhr: Fahrt Richtung Arbeit
09:00 Uhr: Der Arbeitsalltag beginnt
zwischen 18:00 und 20:00 Uhr: Wieder zu Hause, Kochen, Essen, Katzenklo, Duschen, Haare fönen
zwischen 23:00 und 01:00 Uhr: Ab ins Bett…

Menogon, Puregon & Orgalutran:

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So ganz ging der Plan natürlich nicht auf, aber jeder, der schon eine ICSI hinter sich gebracht hat, was, dass das einzige, worauf man sich verlassen kann, ist, dass man sich auf gar nichts verlassen kann, aber wurscht. Wir sind ja flexibel 🙂

Der erste Ultraschall
Insgesamt hatte ich drei Ultraschalls (Ultraschalle?) vor Punktion. Die GMSH ist fleißig gewachsen und hat super mitgearbeitet! Die Anzahl der Follikel wurden bei jedem Mal mehr: Erst 2, dann 3 und am Ende 5! Wobei sie hier schon bemerkte, dass sie nur von drei richtigen Eizellen ausgeht.

Es konnten drei Eizellen punktiert werden
Die Punktion war sogar fast unspektakulär. Um 07:30 Uhr sollten wir in der Klinik sein. Während ich schon rein bin, hat mein Schatz noch den Wagen geparkt. Um 08:00 Uhr ging es schon los. Rein in’s OP-Hemdchen und die OP-Socken, dann ab auf den lustigen Stuhl (heute gab es sogar unter mir eine Heizdecke und mit einer zweiten wurde ich zugedeckt, es war also sehr muckelig) und Dank meiner geliebten NaCl-Lösung war ich schon um 08:45 wieder bereit, um nach Hause zu fahren. Da es ja aber in jeder Klinik bestimmte Vorschriften gibt, musste ich noch ine Stunde im Bett liegen bleiben, damit ich auch gaaanz sicher nicht doch noch umkippe 🙂 Meine Lieblingsreproduktionsassistentin kam mich sogar besuchen und nach einer dicken Umarmung verriet sie mir meine Ausbeute! 3 Eierchen!
Call me Bruthenne, Baby 😀

Frau Doc sagte mir bei dem Entlassungsgespräch noch, dass eine der drei Eizellen etwas kleiner und vermutlich unreif sei, was mir aber ganz Recht war. Gestern mussten wir noch die Zettel ausfüllen, wo wir angeben mussten, wieviele Himbeerchen wir transferiert bekommen wollen. Gestern wollte ich noch drei haben, aber nachdem ich die Nacht gründlich drüber nachgedacht habe, wollte ich doch nur zwei haben. Und außerdem bin ich fest davon überzeugt, dass es entweder mit allen oder keiner klappt. Zwei sind super, es kommt eben wie es kommen soll! Wenn sie sich jetzt bis morgen auch wieder befruchten lassen (da geh ich jetzt einfach mal von aus, denn mittlerweile haben wir die Medis so eingestellt, dass sich die letzten Male alle reifen EZ befruchtren ließen), dann ist morgen die Granocytespülung und übermorgen der Transfer 🙂

Transfer zweier wunderschöner Himbeerchis <3
Morgens früh um zehn war der Transfer <3 Ich war leider ein paar Minuten zu spät, da ich zum einen irgendwie den Morgen nicht in die Puschen gekommen bin und zum anderen einen Riesenhunger hatte! Nach dem Transfer legt man sich in meiner Kiwu immer nochmal 30 Minuten gemütlich hin und diese Zeit hätte ich ohne ein belegtes Brötchen und Schokicroissante nur schwer ausgehalten 🙂 Und da mein Lieblingsmensch leider nicht mitkommen konnte, konnte er mir auch nicht, wie sonst immer, während ich im Wartezimmer schonmal die Stellung halte, meine Leckereien holen. Natürlich war es schade, dass er zum Transfer nicht mitkommen konnte, aber wenn ich mal ehrlich bin, verliert der Transfer auch irgendwie mit jeder neuen ICSI seinen Reiz. Außerdem habe ich beschlossen, dass die ICSI nicht zu viel Aufmerksamkeit verdient hat! Vielleicht überrascht sie mich ja positiv, wenn ich ihr das Gefühl gebe, dass sie mir gar nicht wichtig ist: Umgekehrte Psychologie nennt man das, oder?? 😀

Darf ich vorstellen?
Der Punkt und das Pünktchen <3
Einen Tag nach Transfer – der Punkt (Nummer 2) musste gehatcht werden, da die Hülle ein kleines bisschen zu dick schien:

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Am Tag des Transfer (Punktion+2) – der Punkt (Vierzeller) hat sich entwickelt wie schon alle Himbeerchen zuvor & das Pünktchen ist heute sogar schon 8 Zellen groß gewesen (er kommt eben ganz nach seinen Eltern):

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