Monate: Februar 2014

Ein erfolgreicher Dienstag

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal sooo viel an einem einzigen Tag erledigt habe. Der Tag fing damit an, dass mein Schatz und ich bei unserem Hausarzt unseren Termin zum Blutabnehmen hatten. Da der Herr im Büro einen wichtigen Termin hatte, den er noch ein wenig vorbereiten musste, habe ich ihm den Vortritt gelassen. Es gab einen kleinen Pieks und schon waren seine vier Ampullen voll. Danach war ich dran. Zuerst wurde mein rechter Arm malträtiert, denn mit Mühe und Not könnte die Frau vom Doc drei-einhalb der zehn Ampullen mit meinem Blut befüllen. Also musste nun auch der linke Arm her. Ich habe die ganze Zeit währenddessen eigentlich nur überlegt, wie ich am besten sitze, für den Fall, dass ich doch gleich spontan vom Stuhl kippen sollte. Also beide Beine Fest auf den Boden gedrückt und „entspannen“. Ehe ich mich versah, waren die fehlenden sechs-einhalb Ampullen auch noch voll und wir haben alles wieder so verpackt, dass ich sie auf den Weg bringen konnte. Da das Blut erst sacken müsste, habe ich …

Na dann werden wir den Killerzellen mal auf den Grund gehen.

Endlich endlich endlich: die Röhrchen sind endlich da 🙂 Als ich heute Morgen kurz draußen war, um den Müll rauszubringen (und nachdem ich fast 5 km gejoggt bin bei -1 Grad), steckte es halb im Briefkasten: das Päckchen voller „Biologischer Stoffe“ (So zumindest steht es außen drauf. Ich mag mir gar nicht überlegen, was unsere Postbotin wohl gedacht, aber wurscht.). Ich hab mich riesig gefreut, vor allem, da ich heute noch gar nicht damit gerechnet hatte, frühestens gegen Ende der Woche. Schnell einen Tee gemacht und mit dem Päckchen ab auf die Couch! Dieser Moment will schließlich ein bisschen zelebriert werden, wenn ich schon sooo lange darauf warten musste. Nachdem ich das Päckchen dann also aufgemacht habe, habe ich erstmal einen kleinen Schrecken bekommen: sooo viele Röhrchen zu befüllen… aber gut. Das Schlimmste ist der erste Pieks. Danach muss ich nur auf dem Stuhl sitzen bleiben und nicht umkippen. Wäre doch gelacht, wenn ich das nicht schaffe 🙂 Schnell zu meinem letzten Beitrag und diesen Punkt abhaken. Auf den nächsten Punkt muss ich zwar nun …

Der Weg ist das Ziel…

… denn wer kein anderes Ziel hat, als glücklich zu werden, verpasst vielleicht den Augenblick in dem er es ist. Eigentlich war das immer eins meiner Lieblingszitate bzw. ist es noch immer. Wieso habe ich dann nur das Ziel im Auge und versuche alles andere diesem Ziel anzupassen? Ich habe diese Woche viel nachgedacht. Es gibt einfach zu viele Steine, die noch im Weg liegen und bei denen ich nur bedingt beeinflussen kann, wann ich sie weggeräumt habe bzw. wann ich wieder einen Schritt weitergehen kann. Wie kann ich dann das Ziel jetzt schon terminieren? Ich werde mich jetzt komplett lösen von dem Ziel „Nächste und letzte ICSI mit eigenen Eizellen im Mai 2014“ und „Eizellspende im September 2014“. Ich werde ab heute einen Schritt nach dem anderen gehen und immer nur den nächsten Schritt in Angriff nehmen, wenn der vorherige abgehakt ist. Wir „arbeiten“ nun schon fast vier Jahre an dem Stöpsel-Projekt, da kommt es jetzt auf ein paar Monate mehr auch nicht an. Ich muss erstmal die großen Steine, die mich wahrscheinlich mehr …