Jahr: 2014

Denkfehler?

Ich habe die Tage mal über das Scratching nachgedacht. Das ist nichts Ungewöhnliches, denn manchmal kommt mir eine Situation oder ein Thema in den Kopf und ich nehme es gedanklich komplett auseinander! Ich analysier wohl einfach sehr gerne und geh‘ den Sachen auf den Grund, weil ich nur so das Für-Und-Wider abwägen kann. Und nun bzw. nachdem ich vor zwei Wochen in der KiWu war, fing ich an, über das Thema „Scratching“ nachzudenken: Nach der Ausschabung würde mir gesagt, dass es ähnlich wie ein Scratching sein (von der Wirkung her) und nun drei Monate anhalten würde. Macht Sinn und habe ich so hingenommen. Es würde schließlich die gesamte aufgebaute SH herausgekratzt und auch die GM-Wand, also sozusagen das Fundament. Aaaber (und das ist der Punkt): ein normales Scratching wird in der Regel in der zweiten Zyklushälfte gemacht. In der zweiten Zyklushälte ist der GM-Hals weich und man kann normalerweise gut in die Gebärmutter kommen. (Anmerkung: Durch das Scratching soll die Aufnahmefähigkeit der Gebärmutter für den Embryo durch eine verbesserte Durchblutung erhöht werden.) Als ich also …

Verrückt, diese Tage!

Ich fass nochmal kurz zusammen: Schwanger im Juli, Fehlgeburt bzw. Ausschabung an ZT 63. Danach ein langer und zwei kurze Zyklen (36, 22, 19 Tage). Laut der Blutwerte hatte ich auch einen Eisprung, irgendwie viel zu früh, aber es gab ihn! Und nun? Die olle Pest will und will nicht so wirklich. An ZT 35 war ich einmal in der KiWu, um schauen zu lassen, ob alles ok ist! Es hätte ja auch sein können, dass sich – wieso auch immer – eine Zyste gebildet hatte, es gab aber Entwarnung. So wie es aussah, hatte ich eine GMS mit einer Höhe von 1 cm und zwei (!?) schwarze leere Follis. An dem Tag sagte der Arzt nur, dass es Überbleibsel eines Eisprunges seien, denn für Zysten wären sie zu klein. Dass ich sogar gerade vorher einen Eisprung gehabt haben muss, zeigten dann die Blutwerte: ES schätzungsweise an ZT 33 oder 34. Um die Tage auszulösen hätte ich die Pille ein paar Tage morgens und abends nehmen und dann wieder absetzen können. Da ich aber noch …

Herzschmerz

Ich habe gerade auf meinen Kalender für Morgen geschaut und habe schlagartig ein komisches Gefühl bekommen… 19 Uhr: Treffen mit vier ehemaligen Arbeitskolleginnen. Eine der Mädels (ich war sogar ihre Trauzeugin) ist genau eine Woche weiter als ich es gewesen wäre und alleine bei dem Gedanken, ihre Kugel zu sehen, bekomme ich einen Kloß im Hals und muss tief durchatmen, da ich ansonsten Tränen in die Augen bekommen würde. Eigentlich kann ich damit sehr gut umgehend und ich freue mich ehrlich und von Herzen mit jeder, die endlich schwanger wird, natürlich auch mit meiner Freundin, aber es ist anders, da ich durch sie genau vor Augen geführt bekomme, was ich verloren habe und das tut weh. Ich bin niemand, der die Fehlgeburt als Verlust ein Kindes sieht. Ich war zwar schwanger, aber ohne, dass ich wirklich schwanger war. Das klingt verwirrend und vielleicht (oder ganz bestimmt) ist es reiner Selbstschutz, aber es gab keinen Herzschlag, keine Kugel (ok, durch die Medis schon) und ein zu niedriger HCG-Wert. Es war gerade mal die 10. SSW und …

Irgendwie wird es seinem Namen nicht wirklich gerecht: das Scratching

Insgesamt hatte ich nun schon zwei Scratchings (ist das die Mehrzahl?): eins unter Vollnarkose und eins ohne. Das erste Scratching hatte die Klinik es lieber unter Vollnarkose durchführen wollen. Es würde gleich mit einer GM-Spiegelung verbunden, da es ja auch hätte sein können, dass sich dort zwischenzeitlich etwas getan hat und der Doc sicher gehen wollte, dass alles ok ist. Das war vor der 6. ICSI und da sich danach das erste Mal mein Himbeerchen eingenistet hatte, möchte ich es unbedingt auch vor der nächsten ICSI machen. Deswegen gab es im Oktober das zweite Scratching. Dieses Mal ohne Vollnarkose und ich muss zugeben, dass ich davor echt Schiss hatte! Mein Kopfkino hatte sich die fiesesten Geräte ausgemalt,mit denen in meiner GM rumgekratzt werden würde. Ich finde einen PAP-Abstrich schon irgendwie unangenehm und wollte es aber wagen. Also bin ich auf den Stuhl gehüpft und habe angefangen, zu sabbeln wie ein Wasserfall (das mache ich leider oft, sobald ich nervös bin). Nach ein paar Minuten war schon alles vorbei und ich finde wirklich, dass das Wort …